Kanton verweigert Teuerungsausgleich

Von: Roland Brunner

Geht es nach dem Willen des Regierungsrates, verweigert der Kanton Zürich seinen Angestellten den vollen Teuerungsausgleich. Und dies trotz ausgewiesenem Nachholbedarf bei der Lohnentwicklung und trotz Ertragsüberschuss per Ende Jahr.

Der Regierungsrat hat heute mitgeteilt, dass er einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent beantrage. «Unter Berücksichtigung der angespannten Finanzlage» erfolge nur ein teilweiser Ausgleich. Die Teuerung belief sich per Ende September auf 0,7 Prozent. Erneut soll das Personal also mit einem Realllohnverlust das Budget des Kantons aufbessern!

Dies ist umso stossender, als der Regierungsrat gleichzeitig festhält, dass der Jahresabschluss 2017 einmal mehr viel positiver ausfallen wird als budgetiert. Er rechnet selber mit einem Ertragsüberschuss von 82 Millionen Franken. Die Mittel für einen vollen Teuerungsausgleich wären also vorhanden. Es fehlt nicht am Geld, sondern am Willen!

Der VPOD hat Ende Oktober die Resultate seiner Lohnumfrage veröffentlicht. Klar ist dort, wie gross die Unzufriedenheit des Personals mit der Lohnentwicklung sowieso schon ist. Mehr als drei Viertel aller Teilnehmenden sind mit der Lohnentwicklung unzufrieden.

Die Dokumentation der Lohnumfrage 2017 finden Sie unter Link

Der VPOD hat ausgehend von diesen Rückmeldungen seine Forderungen an den Regierungsrat gerichtet. Die erste und eigentlich selbstverständliche Forderung war dabei diejenige nach dem vollen Teuerungsausgleich. Der Regierungsrat will nun die Kluft noch weiter aufreissen, statt endlich Schritte vorwärts zu machen und den ausgewiesenen Lohnrückstand wettzumachen. Das ist inakzeptabel und eine Ohrfeige für alle Angestellten des Kantons und seiner Betriebe.

Für Rückfragen: Roland Brunner, Regionalsekretär VPOD

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