Neuer Berufsauftrag sorgt bei Lehrpersonen für Frust

Von: Fabio Höhener

Seit dem Schuljahr 2017/18 gilt ein neuer Berufsauftrag (nBa) für die Lehrpersonen der Zürcher Volksschule. Die Einführung der Arbeitszeitenregelung soll die Erwartungen an die Lehrpersonen in inhaltlicher und zeitlicher Hinsicht klären. Aus Sicht der Gewerkschaft VPOD steht der Schutz der Lehrpersonen vor zeitlicher Überbelastung im Vordergrund. Die ersten Erfahrungen aus dem Schulfeld weisen aber nicht in diese Richtung. Deshalb fordert der VPOD mit einer neuen Kampagne dringende Nachbesserungen.

Die Umsetzung des neuen Berufsauftrages sorgt in den Zürcher Volksschulen für grosse Unruhe und Frust. Viele Lehrpersonen sind mit dem neuen Berufsauftrag unzufrieden. Der VPOD ist der Überzeugung, dass dieser Zustand unhaltbar ist und der Berufsauftrag in verschiedenen Punkten dringend nachgebessert werden muss. Aus diesem Grund hat der VPOD heute die Kampagne «Meine Arbeit. Meine Zeit. Augen auf beim neuen Berufsauftrag» lanciert. Auf der Webseite www.berufsauftrag.ch erhalten die Lehrpersonen Antworten auf die wichtigsten Fragen zum nBa und können die Umfrage der Lehrpersonenverbände ausfüllen.

Der VPOD kritisiert darin insbesondere, dass der neue Berufsauftrag für viele Lehrpersonen nicht den nötigen Schutz vor Belastung bringt. Die Rückmeldungen aus dem Schulfeld sind besorgniserregend. Fabio Höhener, zuständiger Gewerkschaftssekretär der VPOD Sektion Lehrberufe meint: «Viele Lehrpersonen sind zurecht der Ansicht, dass mit dem neuen Berufsauftrag viel Zeitautonomie aufgeben wurde, ohne dass daraus einen wirklichen Schutz vor Überbelastung resultierte. Deshalb braucht es bereits auf das nächste Schuljahr wirkungsvolle Nachbesserungen.»

Die Kritik und Forderungen des VPOD finden Sie unter www.berufsauftrag.ch

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