VPOD verlangt vollständige Ausfinanzierung der PKSW

Von: Georg Munz

Die Bereitschaft des Stadtrates, eine Einmaleinlage in der Höhe von 144 Mio. Franken an die PKSW zu leisten, ist ungenügend. Mit diesem Betrag werden lediglich die bereits laufenden Renten korrekt finanziert.

Den ganzen Leistungsabbau, der auf die Aktiven zukommt, müssen diese zur Hauptsache selber tragen. Und die Schuld an der misslichen Situation der PKSW tragen die städtischen Behörden allein, konkret Stadt- und Gemeinderat, die in der Vergangenheit die technischen Parameter der PKSW viel zu optimistisch festgelegt hatten. Zudem hat sich die die Stadt in den Hochzinsjahren 1987-2001 grosszügig bei der Pensionskasse bedient (Yvonne Beutler im Landbote vom 4. April 2017 «Wir stehen gegenüber der Pensionskasse in der Pflicht»).

Auf dem Buckel des Personals

Neben einem happigen Leistungsabbau (Kürzung der zukünftigen Renten um bis zu 13 Prozent, Kürzung der zukünftigen Witwenrenten von zwei Drittel auf 60 Prozent) kommen Mehrkosten durch erhöhte Sparbeiträge auf die Versicherten zu. Nicht einmal die laufende Sanierung kann abgeschlossen werden. Dies wird die Attraktivität der Stadt als Arbeitgeberin nicht steigern – im Gegenteil es muss davon ausgegangen werden, dass sich die Austritte häufen werden. Bereits bei der letzten Sanierung haben sich die frühzeitigen Austritte
praktisch verdreifacht. (41 Frühzeitige Austritte 2012, 117 frühzeitige Austritte 2013, gemäss
Personalcontrolling 2016). Beim vorliegenden Vorschlag ist mit einer noch stärkeren Häufung von vorzeitigen Austritten zu rechnen. Was zu einer zunehmenden Belastung des verbleibenden Personals und zu steigenden Kosten für die Stadt führen wird.

Die vollständige Ausfinanzierung ist ohne Steuererhöhung möglich Eine vollständige Ausfinanzierung (gemäss heutiger Auskunft würde diese 210 Mio. Franken kosten) ist das mindeste, was die Stadt jetzt leisten muss, umso mehr, als die Stadt dafür genügend Rückstellungen getätigt hat und somit die Ausfinanzierung der PKSW ohne Steuererhöhung möglich ist! Zu bedenken ist zudem, dass auch eine vollständig ausfinanzierte PKSW – also mit einem Deckungsgrad von 100 Prozent – immer noch schlecht dasteht und nur bedingt risikofähig ist.
Dass sich der Stadtrat nur zu einer halben Lösung hat durchringen können und nicht einmal die vollständige Ausfinanzierung vorschlägt, ist vor diesem Hintergrund nicht verständlich.

Für Rückfragen:
Georg Munz, Regionalsekretär, E-Mail
044 295 30 12, bis 17.00 Uhr

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