Tagesschule 2025

Am 10. Juni 2018 stimmten die Stadtzürcher*innen der Finanzierung der Ausweitung des Projekts «Tagesschule 2025» zu. Mit dem Projekt soll die Bildungsgerechtigkeit gefördert, die Organisation von Unterricht und Betreuung optimiert und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden. Damit aber wirklich von Tagesschulen geredet werden kann, hat der VPOD Gelingensbedingungen formuliert. Dass ein solches Projekt nicht ohne das Personal umgesetzt werden kann, sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Der VPOD spricht sich seit jeher für eine schulische Tagesbetreuung von hoher Qualität mit guten Arbeitsbedingungen aus. Dies tut er gestützt auf Erkenntnissen, was pädagogisch nützlich und sinnvoll ist und welche Rahmenbedingungen gegeben sein müssen. Schulische Tagesbetreuung ermöglicht nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und trägt zur Gleichstellung bei, sondern fördert unter entsprechenden Bedingungen auch die Integration, Entwicklungsmöglichkeiten und soziales Lernen.

Ob diese positiven Effekte erreicht werden, hängt von verschiedenen Bedingungen ab. Die VPOD-Mitglieder haben diese Bedingungen unter dem Oberbegriff „Gelingensbedingungen“ (siehe PDF weiter unten) formuliert. Schaut man sich diese an, wird klar, dass das Projekt in seiner heutigen Form noch viele dieser Bedingungen nicht erfüllt. Der VPOD will mehr als einen von der Schule organisierten Mittagstisch, wie ihn das Projekt mit der verkürzten Mittagspause vorsieht, in welcher die Schülerinnen und Schüler für sechs Franken warm verpflegt und betreut werden. Gross sind Skepsis und die Kritik gerade beim Betreuungspersonal. Das ist nachvollziehbar, hat man ihnen doch während des rasanten Ausbaus der Horte in den letzten Jahren seitens Stadt stets weismachen wollen, der Ausbau ginge ohne Qualitätsabbau und ohne Verschlechterung der Arbeitsbedingungen von statten. Ihnen kann niemand glaubhaft machen, dass ein Ausbau mit Qualität nicht ohne zusätzliche finanzielle Mittel möglich ist. Und nun hat es die Stadt bis jetzt verpasst, das Personal angemessen in das Projekt miteinzubeziehen.

Der VPOD vertritt sämtliche in die Tagesschule involvierten Angestellten und will Wissen und die praktischen Erfahrungen aus den Bereichen Bildung, Betreuung und Hausdienst/Technik einbringen. Verpasst es die Stadt in der zweiten Pilotphase, auf die Forderungen der Angestellten einzugehen, verpasst sie nicht nur die Chance, eine wirkliche Tagesschule einzuführen, sondern sie riskiert, dass sich die Angestellten offen gegen das Projekt stellen werden.

Mehr vom VPOD zum Projekt «Tagesschule 2025»

Gelingensbedingungen TS2025 VPOD verabschiedet April 2018 als PDF

Artikel TS2025 Veranstaltung November 2017 als PDF

Bildungspolitik Tagesschulen Juni 2016 als PDF

Medienmitteilung Tagesschulen Miteinbezug September 2014 als PDF