Von der Waadt bis zum Care-Streik: Kämpfe verbinden!
mit Genoss*innen aus der Waadt, von der Bildungsgruppe des VPOD Zürich und vom feministischen Streikkollektiv
Ende 2025 kam es im Kanton Waadt und in Lausanne zu historischen Mobilisierungen gegen die vom Staatsrat geplanten Budgetkürzungen im öffentlichen und halböffentlichen Sektor. Zehntausende Beschäftigte aus Bildung, Gesundheit, Sozialem und Verwaltung traten in wiederholte Streiks und Demonstrationen, schlossen Schulen und vernetzten sich sektorübergreifend – inklusive der Entscheidung für einen unbefristeten Streik als kollektives Kampfmittel, etwas, das in der traditionsreichen Schweizer Sozialpartnerschaft aussergewöhnlich ist. Besonders schnell und breit organisierte sich der Bildungssektor, von Lehrpersonen über Universitätsangehörige bis zu Betreuungspersonal, was die Solidarität innerhalb der Bewegung stärkte. Die Auseinandersetzung führte zu massiven Protestaktionen in Lausanne und trug dazu bei, dass zumindest zentrale Sparmassnahmen wie eine pauschale Lohnkürzung zurückgenommen wurden. Gleichzeitig zeigen die Mobilisierungen, wie tief die Kritik an der aktuellen Sparpolitik sitzt und wie stark Anliegen von Beschäftigten mit breiteren politischen Fragen verbunden werden.
Mit Genoss*innen aus der Waadt diskutieren wir die Ursachen, Erfahrungen und Perspektiven dieser Streiks: Wie ist die Mobilisierung historisch einzuordnen? Welche Rolle spielte Solidarität zwischen verschiedenen Sektoren? Und welche strategischen Fragen stellt der Schritt zu unbefristeten Arbeitskämpfen für linke Bewegungen in der Schweiz heute? Zudem wird thematisiert, welche Lehren aus den Waadtländer Streiks für die Vorbereitung des Care-Streiks 2027 gezogen werden können – insbesondere für Bildung, Betreuung und andere Care-Bereiche. Anschliessend gibt es die Möglichkeit für Bier und Austausch.
PLZ/Ort: 8004 Zürich
Adresse: Kasernenareal (Glaspalast)
mit Übersetzung (FR-DE)
