Angestellte der Stadt Schlieren überbringen Protestschreiben gegen BVK-Demontage

Kathrin Schäpper und Daniel Altenbach überbringen der BVK das Protestschreiben von 143 Angestellten der Stadt Schlieren. Foto: Andrea Jerger/VPOD

Am Freitag, 5. Februar 2016, hat eine Delegation von Angestellten der Stadt Schlieren der BVK ein Protestschreiben überbracht, mit dem 143 städtische Angestellte gegen die BVK-Demontage Stellung nehmen.

Die Angestellten der Stadt Schlieren sind besorgt über die angekündigte Demontage ihrer Pensions­kasse. Im Juli letzten Jahres hatte die BVK ein Massnahmenpaket bekanntgegeben, das bei höheren monatlichen Lohnabzügen am Ende trotzdem zu massiven Rentenkürzungen führt. Besonders stösst den Angestellten der Stadt Schlieren auf, dass die Pensionskasse BVK den bestehenden Sanierungsmechanismus über Bord wirft und dass sie auf Klagen wegen der in der Vergangenheit erlittenen Korruptionsschäden verzichten will. „Das ganze Paket ist unverdaulich und ein Affront gegen alle BVK-Versicherten“, sagt Daniel Altenbach, Mitarbeiter der Schlieremer Sozialberatung Intake. Altenbach weiter: „Solche Massnahmen ohne Einbezug der Versicherten und der Sozialpartner zu beschliessen, ist schlicht inakzeptabel.“

Die Angestellten von Schlieren fordern in ihrem Protestschreiben die BVK auf

  • die Beschlüsse per 1.1.2017 zurückzunehmen und sämtliche Beschlussgrundlagen offenzulegen
  • von der vollkommenen Einigelung abzukehren und ein offenes, sozialpartnerschaft­liches Verhalten zu entwickeln
  • die Personalverbände einzubeziehen und Massnahmen gemeinsam mit ihnen zu erarbeiten
  • die Korruptionsschäden mindestens dort gerichtlich einzufordern, wo intakte Chancen bestehen
  • zusätzliche Beiträge des Kantons und anderer Arbeitgeber für Abfederungsmass­nahmen einzufordern
  • das bestehende Sanierungskonzepts beizubehalten
  • notwendige Beitragserhöhungen sozial auszugestalten, v.a. durch die Senkung resp. Aufhebung des sogenannten Koordinationsabzugs
  • die Versicherten professionell zu beraten – ohne Trickserei.

Der Stiftungsrat wird aufgefordert, auf seine Beschlüsse vom Juli 2015 zurückzukommen und das Vertrauen, das die Versicherten in ihn setzten, als sie sich zum Verbleib in der BVK ent­schieden hatten, durch Neuverhandlungen mit den Versicherten und ihren Vertretungen zu würdigen.