Hauspflegerinnen der Spitex Winterthur unter Druck

Von: Georg Munz

Der Stadtrat hat die Einsprachen gegen die Änderungskündigungen vom 14. Juli, die von zahlreichen Hauspflegerinnen der Spitex Winterthur eingereicht wurden, abschlägig beantwortet. Die VPOD-Gruppe Spitex hat ihren Mitgliedern empfohlen, auf ein Weiterziehen zu verzichten. Das hat gute Gründe.

Rückblick: Im Juli hat das Departement Soziales mitgeteilt, dass die Hauspflegerinnen der Spitex Winterthur eine Lohnklasse tiefer eingestuft werden. Gegen die damit verbundenen Änderungskündigungen haben verschiedene Betroffene mit Unterstützung des VPOD Einsprache erhoben. Zur Unterstützung hat die VPOD-Gruppe Spitex eine Petition lanciert und dem Vorsteher Nicolas Galladé überreicht.Nun liegt die abschlägige Antwort des Stadtrates vor und die VPOD-Gruppe empfiehlt auf einen Weiterzug zu verzichten. Dafür gibt es gute Gründe.

  • Die Spitex Winterthur befindet sich in einer schwierigen Situation. Es sind im gesamten Bereich Alter und Pflege viele Wechsel in leitenden Funktionen zu beobachten. In den letzten Jahren wurde vieles neu- bzw. reorganisiert. Zudem haben die bürgerlichen Privatisierer den Bereich Alter und Pflege auch schon ins Auge gefasst. Mit dem Verzicht auf einen Weiterzug verhindern wir eine langwierige juristische Auseinandersetzung. Wir verhindern zusätzliche Verunsicherung und Unklarheit bei den Mitarbeitenden und nehmen somit Rücksicht auf die ohnehin angespannte Situation. Grund für die angespannte Situation ist nicht zuletzt die Abbaupolitik der Stadt Winterthur.
  • Dank den Einsprachen wurden zwei wichtige Dinge erreicht. Die aufschiebende Wirkung der Einsprachen hat den Mitarbeitenden Zeit gegeben, sich auf die neue Situation einzustellen und sich zu organisieren. Der Bereich und das Departement haben erkannt, dass sie die Zusammenarbeit und den Austausch mit den Gewerkschaften suchen und pflegen müssen.
  • Die Argumentation der stadträtlichen Antwort zeigt auf, dass eine deutliche Kluft besteht zwischen der Realität des Arbeitsalltages und der stadträtlichen Beurteilung diesbezüglich. Der VPOD fordert, dass der Bereich und das Departement diese Problematik unverzüglich anpacken.
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