VPOD kritisiert personalfeindlichen Kantonsrat

Von: Brigitte Gügler

Eine von bürgerlicher Sparwut geprägte Budgetdebatte gipfelt im Entscheid, die Lohnsumme für das kantonale Personal noch massiver zu kürzen, als dies der Regierungsrat beantragte. Das ist eine schallende Ohrfeige für das Personal des Kantons Zürich.

Die bürgerliche Mehrheit des Kantonsrats hat heute entschieden, für die individuelle Lohnentwicklung des kantonalen Personals nur 0,2% der Lohnsumme zur Verfügung zu stellen. Damit halbierte sie die ohnehin schon mickrigen 0,4%, die der Regierungsrat für die Lohnentwicklung beantragt hatte.
Dies bedeutet konkret, dass viele kantonale Angestellte im nächsten Jahr einen massiven Lohnabbau erfahren werden, da sie mit einer Teuerung von 0,4% und deutlich höheren Pensionskassenabzügen für die BVK konfrontiert sind. Dies bedeutet auch, dass viele kantonale Angestellte wieder keine Lohnerhöhung erhalten werden, obwohl sie seit Jahren darauf warten und von ihren Vorgesetzten vertröstet werden.
Der VPOD kritisiert diesen personalfeindlichen Entscheid, den die bürgerliche Mehrheit des Kantonsrats zu verantworten hat. Den Kantonsrätinnen und -räten von SVP, FDP, CVP, BDP und EDU fehlt es an Wertschätzung für das Personal, an das sie gleichzeitig hohe Erwartungen bezüglich Engagement, Leistungen und Qualität stellen. Es fehlt ihnen an Respekt vor dem Personal, das jeden Tag und rund um die Uhr dafür sorgt, dass eine gute Gesundheitsversorgung und die Sicherheit gewährleistet sind.
Anstatt endlich zur Vernunft in der Personalpolitik zurückzukehren, verpassen die bürgerlichen Kantonsrätinnen und -räte dem Personal eine schallende Ohrfeige!
Für Rückfragen:
Brigitte Gügler, Gewerkschaftssekretärin VPOD Zürich, Tel. 044 295 30 21

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