Keine zusätzliche Unterstützung für Kindergartenklassen

Von: Fabio Höhener

Nach dem Scheitern der Lohnklage der Kindergartenlehrpersonen liegt der Ball bei der Politik, um für bessere Anstellungs- und Arbeitsbedingungen auf der Kindergartenstufe zu sorgen.

Ein gemässigter aber wirkungsvoller Vorschlag um die Arbeitsbelastung zumindest im ersten Semester zu senken, wurde nun im Kantonsrat debattiert. Die parlamentarische Initiative der Kantonsratsmitglieder Hanspeter Hugentobler (EVP), Monika Wicki und Carmen Marty Fässler (beide SP) forderte eine Verpflichtung der Gemeinden im ersten Semester des Kindergartens zusätzliche personelle Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Damit könnten beispielsweise Assistenzen angestellt werden. Doch bereits das war der bürgerlichen Mehrheit im Kantonsrat zu viel des Guten. Die Initiative scheiterte um 4 Stimmen an der Hürde von 60 Stimmen, um an die zuständige Kommission überwiesen zu werden. Diese weitere Ohrfeige der bürgerlichen Ratsmehrheit an die Kindergartenlehrpersonen wird den Ruf nach einem Streik weiter stärken. Bereits jetzt zeichnet sich eine grosse Beteiligung der Kindergartenlehrpersonen am Frauenstreik vom 14. Juni 2019 ab.

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