Durchzogener Linksrutsch

Die Nationalratswahlen sind vorbei und für die nächsten vier Jahre sitzt in Bern ein Parlament, das jünger, grüner und weiblicher ist. Ein Erfolg mit Einschränkungen.

Die Grünen haben sagenhafte 17 Nationalratssitze dazugewonnen und sind neu mit einer Fraktion von 28 ParlamentarierInnen in Bern vertreten – 17 davon Frauen (+12). Die SP musste leider ein paar Federn lassen und kommt neu auf 39 Sitze (-4). Wie bisher umfasst die SP-Fraktion 25 Frauen. Die Verluste gingen also auf Kosten abgewählter Männer. Links von SP und Grünen nehmen 2 ParlamentarierInnen Einsitz (+1). Insgesamt hat damit die Linke ihren Anteil um 14 Sitze stärken! Zumindest in Umweltfragen darf die Linke zudem mit der Unterstützung durch eine um 9 ParlamentarierInnen gestärkte glp-Fraktion von nun 16 Personen rechnen. Ob die Gemeinsamkeiten über grüne Fragen hinausgehen, wird die glp erst noch in ihrer Politik beweisen müssen. Erfreulich auch: Die Vertretung der Frauen ist im Nationalrat um 20 auf jetzt 84 und damit 42% angestiegen. Immerhin.

Im Kanton Zürich haben die Grünen fünf Sitze (+3) erkämpft, während die SP leider zwei Sitze abgeben musste und neu noch 7 ParlamentarierInnen nach Bern schickt. Schmerzhaft ist dabei die Abwahl der beiden VPOD-Mitglieder Thomas Hardegger und Martin Naef. Neu werden folgende KollegInnen den VPOD in Bern vertreten: Angelo Barrile (SP), Balthasar Glättli (Grüne), Min Li Marti (SP), Mattea Meyer (SP), Katharina Prelicz-Huber (Grüne) und Céline Widmer (SP). Neu dazugestossen sind also unsere Verbandspräsidentin Katharina Prelicz-Huber und die SP-Kollegin Céline Widmer, die auch Präsidentin des gewerkschaftsnahen SAH Zürich ist. Auch weitere VPOD-Mitglieder haben gute Resultate erzielt, wenn sie auch nicht gewählt wurden. Aber auch sie stehen weiterhin hinter und vor dem VPOD, denn nach den Wahlen ist vor den Wahlen… Und dazwischen gibt es viel zu tun.

Roland Brunner

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