Der Kanton Zürich als Blue Community?

Michèle Dünki-Bättig (SP Glattfelden und Präsidentin der VPOD Sektion Zürich Kanton) hat mit Andi Daurù (SP Winterthur) und Qëndresa Sadriu (SP Opfikon) im Kantonsrat ein Postulat eingereicht, um die Verwaltung zur Blue Community zu verpflichten. Ihre Eingabe:

Der Regierungsrat wird eingeladen, Massnahmen auszuarbeiten und umzusetzen, um die kantonale Verwaltung als Blue Community anerkennen zu lassen.

Als Blue Community anerkennt der Kanton Zürich die folgenden Grundsätze:

  1. Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser
  2. Anerkennung von Wasser als öffentliches Gut
  3. Wo möglich Verwendung von Leitungswasser und Verzicht auf Flaschenwasser
  4. Pflege von Partnerschaften mit internationalen Partnern, die sich für öffentlich-öffentliche Kooperationen einsetzen

Begründung:

Blue Community ist ein internationales Netzwerk, das sich für das Menschenrecht auf freien Zugang zu Trinkwasser und gegen die Privatisierung der Wasserversorgung engagiert. Die Abstimmung über das kantonale Wassergesetz am 19. Februar 2019 hat klar gezeigt, dass die Bevölkerung des Kantons Zürich auch nichts von einer möglichen Wasserprivatisierung hält. Mitglied der internationalen Blue Communities kann werden, wer sich mit einer Selbstverpflichtung zu den obigen Grundsätzen bekennt. Bislang sind in der Schweiz die Städte Bern, Neuenburg und St. Gallen, sowie diverse Universitäten und Hochschulen sowie verschiedene Institutionen und Organisationen Blue Communities. Der Kanton Zürich soll seine Vorbildfunktion wahrnehmen und auch klimapolitisch ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und Umwelt - und damit auch Wasserschutz - setzen. Mit der Selbstdeklaration zur Blue Community trägt die kantonale Verwaltung dazu bei, den Plastikmüll zu reduzieren und setzt ein Zeichen: Wasser ist ein Menschenrecht, kein Produkt.

weitere Informationen zur Blue Community auf der Webseite des VPOD

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