Die Petition ist überreicht! Kita-Personal fordert den Abschluss eines GAV.

Gute Kinderbetreuung braucht gute Rahmenbedingungen! Transparent bei der Petitionsübergabe an die Bildungsdirektion. Foto: Florian Thalmann

Von: Florian Thalmann

Heute um 17 Uhr hat die Trotzphase gemeinsam mit dem VPOD Zürich in einer bunten und lautstarken Aktion die Petition " WEIL KINDER MEHR ZEIT BRAUCHEN" der Bildungsdirektion überreicht. Die Petition richtet sich in erster Linie an die Bildungsdirektion des Kantons Zürich, die bei der Vernehmlassung zur neuen Kinderkrippen-Verortnung (V TAK) das Personal sträflich vergisst. Der VPOD Zürich und die Trotzphase fordern darin, dass Regeln der Arbeitsbedingungen zu den Bewilligungsvoraussetzungen für Kitas gehören soll.In den letzten drei Monaten haben über 3'800 betreoffenen Personen diese Petition unterzeichnet. Nun ist die Politik gefordert, allen voran Regierungsrätin Silvia Steiner als Vorsteherin der Bildungsdirektion.

Mit über 3‘800 Unterschriften von Betreuungspersonen und betroffenen Eltern wurde heute die Petition «Weil Kinder mehr Zeit brauchen» an die Bildungsdirektion des Kantons Zürich übergeben.
Darin fordern die Kita-Mitarbeitenden, dass die Regelung der Arbeitsbedingungen zu den Bewilli-gungsvoraussetzungen für Kitas gehören soll. Es braucht einen GAV, der u.a. auch Regelungen zur Vor- und Nachbereitungszeit und zu den Betreuungsschlüsseln enthält. Nur so kann sichergestellt werden, dass genügend gut ausgebildetes und fair entlöhntes Fachpersonal in den Kitas zur Verfü-gung steht und dass die Kinder gut betreut und altersgerecht gefördert werden.
Qualität in der familienergänzenden Kinderbetreuung ist eng verknüpft mit Ausbildung und Arbeits-bedingungen des pädagogischen Personals. Bereits 2014 wurde in der Stadt Zürich eine Studie zu den Arbeitsbedingungen des Kita-Personals durchgeführt, die deutlichen Handlungsbedarf festge-stellt hat. Hinreichend bekannt ist auch das Dauerproblem der vielen Praktikant*innen, welche im Kita-Bereich mit der vagen Hoffnung auf eine Ausbildungsstelle beschäftigt werden.
Der Entwurf zur neuen «Verordnung über die Tagesfamilien und Kindertagesstätten V TAK», welche der Regierungsrat Ende Februar in die Vernehmlassung gegeben hatte, erwähnt die Anstellungsbe-dingungen des Personals dennoch mit keinem Wort. Die Kitamitarbeitenden starteten daher eine Petition, die auf diesen Missstand aufmerksam macht. Sie fordern u.a. einen GAV für die Kinderbe-treuung, wie er beispielsweise in den Kantonen Waadt und Genf existiert. Zürich könnte damit in der Deutschschweiz eine Vorreiterrolle einnehmen.

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