Schutz im Kampf an der Corona-Front

Mit enormem Engagement und mit riesiger Aufopferungsbereitschaft leistet das Gesundheitspersonal in der jetzigen Krise seinen Dienst. Aber zu welchem Preis?

Von "Krieg gegen den Virus" ist in den Medien die Rede. Und die Lage ist wirklich dramatisch. Um so bewundernswerter ist die Solidarität und das Engagement der Angestellten im Gesundheitswesen - Ärzt*innen, Pflege, Reinigung... Bis zur Selbstaufopferung sind sie bereit, diesem Virus die Stirn zu bieten und für die Infizierten, die hospitalisiert werden müssen, die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Auch die Solidarität der Bevölkerung und von Freiwilligen ist bewundernswert und verdient unser aller Dank.

Trotz all dieses Engagements und all dieser Solidarität beschliesst der Bundesrat, den Gesundheitsschutz des Personals empfindlich zu schwächen: Festgelegte Ruhezeiten und Höchstarbeitszeiten werden ausgesetzt. Die Verunsicherung beim Gesundheitspersonal steigt. Wie sollen sie die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen, wenn sie selber krank werden - sei es am Virus oder einfach aus Erschöpfung? Wer schützt sie, wenn sie andere schützen wollen? Die Infektionsraten von Gesundheitspersonal in Italien und Spanien sind alarmierend und alle Medien berichten darüber, dass es nicht die Anzahl Betten oder Beatmungsgeräte sein wird, die über den Ausgang dieser Schlacht entscheidet, sondern die Frage, ob wir genügend qualifiziertes Personal haben, um die Versorgung sicherzustellen.

Auch die in Ausbildung stehenden Fachkräfte im Gesundheitswesen sind verunsichert. Was bedeutet es, wenn ihr Unterricht eingeschränkt wird, sie dafür mehr im Spital eingesetzt werden? Der Verband Zürcher Krankenhäuser vzk hat mit seiner Medienmitteilung die Auszubildenden aufgeschreckt. Sie haben sich an den VPOD gewandt und wir haben die Fragen und Bedenken der Auszubildenden mit einem Brief an das Amt für Berufsbildung weitergeleitet.

Und um auf die Notstandsbeschlüsse des Bundesrates zu reagieren, hat der VPOD eine Petition für das Spitalpersonal lanciert: Stand by your Nurse! Klatschen ist gut, aber das Spitalpersonal braucht mehr, um seine Arbeit machen zu können. Es braucht selber Schutz und unsere Solidarität. Also unterschreiben und weiterverteilen! Danke.

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