Brief ans MBA

Sehr geehrte Damen und Herren,

die aussergewöhnliche Lage erfordert aussergewöhnliche Massnahmen. Dies hat nun wohl auch die VZK dazu bewogen nach Lösungen für den Personalmangel zu suchen – die entsprechende Medienmitteilung von gestern haben Sie vermutlich zur Kenntnis genommen (sie ist hier angehängt). Der VPOD hat aufgrund dieser Medienmitteilung zahlreiche Meldungen von Betroffenen erhalten, und ist selber besorgt um den besonderen Schutz, der den FaGe-Lernenden gerade auch in schwierigen Zeiten benötigen.

Gerne leite ich Ihnen unmittelbar drei Punkte weiter, die eine grössere FaGe-Gruppe aus dem Abschlussjahr formuliert haben. Dürfte ich Sie vom MBA bitten, zur Medienmitteilung VZK und den offenen Punkten der Lernenden Stellung zu nehmen? Dahinter steckt auch die Sorge um den diesjährigen Lehrabschluss der FaGe.

Die drei Punkte (weitergeleitet):

Grundsätzlich zuerst: Wir verstehen die gegenwärtige Krisensituation im Gesundheitswesen sehr gut und sind gerne bereit, unser möglichstes zu leisten, um in dieser Krise zu helfen. Wir stellen uns aber dennoch folgende Fragen:

1. Durch den Beschluss des vzk werden wir nur noch online unterrichtet. Hier stellen wir uns die Frage, wie die Lernenden des 3. Ausbildungsjahres, die Anfang Juni ihr QV haben, ihre Prüfungen bestehen sollen, da insbesondere bei diesen Lernenden gar kein Unterricht stattfindet. Die Lernenden des Abschlussjahres erhalten lediglich Dokumente zum repetieren auf eine Lernplattform aufgeschaltet, jedoch keine Arbeitsaufträge, keine Rückmeldungen von Lehrpersonen, einfach nichts. Uns ist nicht bekannt, dass das QV verschoben werden soll und die Lernenden des 3. Ausbildungsjahres sind aufgrund der unglaublichen Mehrbelastung in den Betrieben und des effektiv nicht vorhanden seins von Unterricht nicht in der Lage, auch noch eigenständig und ohne Unterstützung zu repetieren und das QV vorzubereiten.

2. Wir sehen uns als Opfer der Sparmassnahmen im Gesundheitswesen. In den letzten Jahren wurden immer mehr Stellen gestrichen und wir als Auszubildende mussten immer mehr Aufgaben übernehmen, die nicht unseren Kompetenzen entsprachen. Das Gesundheitswesen in der Schweiz spart sich auf unseren Rücken gesund und jetzt sollen wir als hochmotivierte Lernende alles ausbaden, was die Arbeitgeber und der vzk in den letzten Jahren an Fehlentscheidungen beschlossen haben.

3. Wir sehen unsere Rechte als Lernende deutlich in Frage gestellt und werden nach unserem Empfinden auf billige Arbeitskräfte reduziert und ausgenutzt.


Vielen Dank für Ihre Arbeit und beste Grüsse,

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