Mangelhaftes Schutzkonzept: VPOD verteilt Masken an Fahrgäste

Von: Duri Beer

Seit vier Tagen fahren die Tram und Bus in der Stadt Zürich wieder regulär. Regierungsrätin Carmen Walker Späh und der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) empfehlen den Fahrgästen dringend Masken zu tragen, wenn die Distanzregeln nicht eingehalten werden können. Aus Eigenverantwortung und Solidarität. Wie sie in der Medienkonferenz vom 7. Mai verlautbarten. Das genügt nicht.

Auch am vierten Tag des regulären ÖV-Betriebs tragen erst wenige Fahrgäste eine Maske. Selbst in gut gefüllten Fahrzeugen, in denen der 2-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann. Der VPOD Zürich unterstützt die Fahrgäste und VBZ-Mitarbeitende dabei Eigenverantwortung und Solidarität wahrzunehmen und hat deshalb heute Morgen zwischen 7 und 8 Uhr am Bahnhof Wiedikon 200 Masken verteilt. Eine grosse Mehrheit der Passagiere hat die Masken dankend mitgenommen.

Das Schutzkonzept des Kantons für das Personal der Verkehrsbetriebe setzt primär auf Eigenverantwortung und Solidarität der Fahrgäste. Aus Sicht des VPOD ein ungenügendes Konzept, wie die Erfahrungen aus den letzten Tagen befürchten lassen – die dringende Empfehlung von Kanton und ZVV bleibt Makulatur, solange der Aufwand für den Erwerb von Masken zu gross ist.

Der VPOD Zürich wird weitere Verteilaktionen durchführen, sollte sich das Schutzkonzept des ZVV weiterhin als mangelhaft erweisen. Mindestens in einer ersten Phase der schrittweisen Öffnung der städtischen Angebote ist es aus Sicht des VPOD Zürich Aufgabe des Kantons Zürich den Passagieren des öffentlichen Verkehrs ein Kontingent von Masken kostenlos abzugeben. Bis die Massnahmen in der Zürcher Bevölkerung auf Akzeptanz stossen und die Fahrgäste sich an die dringende Empfehlung des Kantons halten.

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