1. Mai 2021 im Kanton Zürich

Von: Fabio Höhener

Zeit für die soziale Wende! Zeit für den Service public!

Kundgebung der Gewerkschaft VPOD
Samstag, 1. Mai 2021
Walcheplatz, 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr


Die Kundgebung ist für 100 Personen bewilligt. Wir sind solidarisch, tragen Maske und halten uns an die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus.


Wir leben in einer aussergewöhnlichen Zeit. Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag sowohl beruflich als auch privat auf den Kopf gestellt. Nicht nur hier in Zürich, sondern weltweit. Doch wenn auch die ganze Welt ins Wanken geraten ist, haben wir im Service public die Stellung gehalten: In den Spitälern und Heimen, an den Schulen und Betreuungseinrichtung, im öffentlichen Verkehr oder im Unterhalt standen und stehen wir trotz widrigster Umstände den Mitmenschen zur Seite.

Der Öffentlichkeit blieb unser aller Einsatz nicht verborgen. Noch nie zuvor hat die Gesellschaft so stark wahrgenommen, dass wir Angestellte im Service public gesellschaftsrelevant sind. Wir sind es auch dann noch, wenn die Kameras nicht mehr auf uns und unseren Arbeitstag gerichtet sind und sich die Journalist:innen anderen Themen widmen - bis zur nächsten Krise. Uns genügt es nicht systemrelevant zu sein, wir wollen auch systemkritisch in Erscheinung treten. Deshalb fordern wir

  • ein Gesundheitssystem, das die Gesundheit und das Wohlergehen von Patient:innen, Personal und Angehörigen über die Jagd nach Renditen stellt. Es braucht mehr qualifiziertes Personal im Gesundheitswesen und gute Anstellungsbedingungen, damit dieses auch im Beruf bleibt.
  • eine starke öffentliche Bildung, welches den Privatisierungsgelüsten entgegentritt, die soziale Vielfalt der Schüler:innen anerkennt und gleiche Bildungschancen für alle bietet. Dafür braucht es die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen und faire Anstellungs- und Arbeitsbedingungen.
  • eine familienergänzende Kinderbetreuung mit sozialpartnerschaftlich ausgehandelten Rahmenbedingungen, die sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren, die Anstellungsbedingungen des Personals achten und den dringend notwendigen Qualitätsausbau gewährleisten.
  • einen öffentlichen Nahverkehr, der sich an den Bedürfnissen der Zürcher:innen ausrichtet, angemessene Anstellungsbedingungen für qualifizierte Mitarbeitende garantiert und Lohn- und Sozialdumping verhindert.

Diesen 1. Mai begehen wir auf dem Walcheplatz. An den Mauern der kantonalen Direktionen. Einem von vielen Orten, an dem die Bedingungen für unsere Arbeit immer wieder neu diskutiert, verhandelt und gesetzt werden. Hier wollen wir unseren Forderungen gegenüber den Behörden und der Politik Nachdruck verleihen. Wir richten unsere Worte aber nicht nur an die politischen Entscheidungsträger:innen, sondern an die gesamte Bevölkerung. Unterstützt unseren gemeinsamen Kampf! Wir im Service public sind für euch da. Seid es auch für uns! Ob heute am Tag der Arbeit, am Tag der Kinderbetreuung am 10. Mai, am Tag der Pflege am 12. Mai, am Klimastreiktag am 21. Mai, am Frauenstreiktag am 14. Juni und an allen Tagen dazwischen und darüber hinaus - auf der Strasse, im Betrieb und an der Wahl- und Abstimmungsurne. Schliessen wir uns zusammen und schaffen Perspektiven.

Diesen 1. Mai verbinden wir mit der Hoffnung, dass unsere Solidarität trotz oder durch die Krise gestärkt wird und eine soziale Wende möglich ist. Wir tragen diese Hoffnung auch auf die Strasse mit der Gewissheit, dass die soziale Wende nur mit einem starken Service public möglich ist. Dafür braucht es weiterhin euren Kampf im Betrieb, auf der Strasse und in der Gewerkschaft VPOD. Deshalb rufen wir alle Angestellten im Service public und alle solidarischen Mitmenschen auf:

Heraus zum 1. Mai und herein in die Gewerkschaft!

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