Erfolgreiche Wasserwoche 2021

Von: Roland Brunner

«Wasser wertschätzen» lautete das Motto des UNO-Weltwassertags 2021. Der VPOD als Teil der Blue Community Schweiz und viele Partnerorganisationen nahmen dies zum Anlass, mit einer ganzen Weltwasserwoche auf Wasserherausforderungen in der Schweiz und im Ausland sowie auf die Zusammenhänge aufmerksam zu machen.

Der Bündner Expeditionsschwimmer und Wasserbotschafter Ernst Bromeis («Das blaue Wunder»). eröffnete am 19. März die Weltwasserwoche. Mit spektakulären Schwimmaktionen in der Schweiz und weltweit setzt er sich für das Menschenrecht auf Wasser ein. «Wasser ist nicht nur ein Menschenrecht. Wegen der Verschmutzung, der nichtnachhaltigen Nutzung und den Folgen des Klimawandels sind wir alle auch verpflichtet, Wasser zu schützen und Sorge zu tragen», ermahnte er die ZuschauerInnen der Liveübertragung aus der Zürcher Wasserkirche.

Teil der Weltwasserwoche 2021 waren die Ausstellung «Wasser – ein Menschenrecht», ein Gottesdienst und ein Gespräch über den globalen Wasserinfarkt sowie eine Vielzahl weiterer Anlässe, getragen von einer breiten Koalition. Die Universität Zürich beteiligte sich mit einer Online-Veranstaltung mit Blue-Community Gründerin Maude Barlow und mit einem Crowd-Water-Stadtrundgang und einer Ausstellung im Science Exploratorium, die Organisation «Einfach Zürich» steuerte eine Klangdusche zur Ausstellung bei, Grüne und die reformierte Kirche organisierten einen Weltwasser-Rundgang in Wädenswil. Während einige geplante Anlässe pandemie-bedingt abgesagt werden mussten, konnte der Weltwasser-Rundgang dank grossem Interesse sogar um eine Woche verlängert werden. Insgesamt war es ein bunter Strauss von Aktivitäten. (Eine Übersicht über alle Anlässe finden Sie hier.)

Als Abschluss der Wasserwoche fand am 26. März eine Diskussionsveranstaltung «Unser kostbares Wasser» rund um das Thema Trinkwasserqualität in der Schweiz statt. WoZ-Redaktorin Bettina Dyttrich moderierte Beiträge und Fragen von André Olschewski, Bereichsleiter Wasserversorgung Holinger AG, Ruedi Lais, Zürcher SP Kantonsrat, und Marco Letta, Unternehmensleiter der St. Galler Stadtwerke. Im Hinblick auf die Abstimmung über die zwei Trinkwasserinitiativen am 13. Juni war man sich einig, dass Handlungsbedarf besteht – auch in der Schweiz, die als «Wasserschloss Europas» gilt.

Organisator*innen und Beteiligte ziehen eine sehr positive Bilanz der Weltwasserwoche und der breit abgestützten Zusammenarbeit und wagen einen Ausblick: Der Weltwassertag 2022 soll wieder möglichst breit stattfinden, um auf die in der Schweiz und weltweit immer drängender werdende Problematik der Verfügbarkeit und Qualität von Trinkwasser hinzuweisen - und um die Bewegung der Blue Community auf weitere Städte, Gemeinden, Universitäten und Organisationen auszuweiten.

Hintergrund
Der internationale Wassertag
Seit 1993 findet jedes Jahr am 22. März der UNO-Weltwassertag statt. Der Tag dient zur Sensibilisierung über die vielen Herausforderungen in Bezug auf Wasser. 2,2 Milliarden Menschen haben beispielsweise keinen Zugang zu Wasser.
Die Wasserwoche fand dieses Jahr erstmals statt. Sie wurde initiiert und mitgetragen von der Blue Community Schweiz. Einige Anlässe wurden aufgezeichnet und Beiträge sind auf der Webseite der Blue Community verfügbar.

Die Blue Community
Blue Community ist eine Initiative, die 2011 in Kanada vom Council of Canadians, der grössten Sozial- und Umweltbewegung Kanadas, und der Gewerkschaft Canadian Union of Public Employees gegründet worden ist. Im Kern der Initiative steht der Einsatz für Wasser als Menschenrecht und öffentliches Gut. Seit 2013 gibt es die Initiative auch in der Schweiz. Bekannte Schweizer Blue Communities sind die Städte Bern, St. Gallen und Neuchâtel sowie die Universitäten Bern und St. Gallen. Insgesamt gibt es in der Schweiz mehr als 30 Blue Communities, weltweit sind es über 130. Weitere Informationen unter https://bluecommunity.ch/
Zur Blue Community Zürich gehören VertreterInnen von HEKS (Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz), des VPOD Zürich, der Kirchgemeinde Zürich sowie Freiwillige.

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