Umkleidezeit: eine schlechte und eine gute Nachricht

Von: Fiora Pedrina

Am 1. Juli müssen die städtischen Dienstabteilungen die Anrechnung der Umkleidezeit umsetzen. Gestern haben wir vom Vorsteher des Gesundheitsdepartements Stadtrat Hauri eine Antwort auf unseren Antrag vom 3. Juni erhalten, in dem wir ihn nochmals auffordern uns angemessen in die Erarbeitung einer Lösung für das Stadtspital und die Alters- und Pflegezentren einzubeziehen. Aus dieser Antwort lesen wir eine schlechte und eine gute Nachricht.

1. Die Schlechte: Herr Hauri ist der Auffassung, dass das GUD uns ausreichend in die Erarbeitung einer Lösung miteinbezogen hat. Der VPOD hat ein anderes Verständnis von Sozialpartnerschaft. Wir sind nicht einbezogen worden, sondern wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Das missachtet die Mitwirkungsrechte des Personals, die im Personalrecht (AB PR Art. 144) und auf Bundesebene verankert sind. Auchh schlecht ist, dass die Geldpauschale von 60.- vorerst eingeführt wird.

2. Die Gute: Diese Geldpauschale ist eine vorläufige Lösung! Dieses Bekenntnis ist neu. Herr Hauri erklärt es als sein Ziel, dass bis Ende Jahr die Umkleidezeit als Arbeitszeit oder mit einer Zeitgutschrift entschädigt wird. Er verspricht, dass sich die Personalverbände im Rahmen des Projekts „Stärkung Pflege“ einbringen können. Auch wenn wir nicht verstehen können, warum dieser Einbezug nicht vorher stattgefunden hat, konnten wir durch unsere Hartnäckigkeit zumindest erwirken, dass die Verhandlungstür noch offenbleibt.

Nun braucht es dich! Wenn wir bis Ende Jahr eine anständige Lösung wollen – wie bei anderen städtischen Angestellten, braucht es jetzt einen kollektiven Protest, um sich gegen diese mickrige Pauschale zu wehren. Nur gemeinsam können wir diesen Umkleide-Marathon gewinnen.

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