Liebe Mitglieder, ab Mitte Juli übernehme ich bei der VPOD Sektion Zürich Kanton die Dossiers von Gabriel Meier und Roland Brunner. Die Anliegen von euch Angestellten in Gesundheitswesen, Hochschulen, Kantonsverwaltung und Gemeinden sowie Justiz und Gerichten sind dann ab sofort auch meine. Deshalb freue ich mich auf jeden Austausch, der mir eure Arbeitswelt nahebringt. Seien eure Rückmeldungen rein informativ, raffiniert investigativ, sogar positiv, empört, am Ende der Geduld, polternd, ermattet oder galgenhumorvoll: Sie sind mir alle hochwillkommen und ich brauche sie.
Mit hartnäckiger Verbandsarbeit kenn ich mich aus. Während zwölf Jahren war ich Geschäftsleiterin der VCS-Sektion beider Basel. Für diesen Verkehrs- und Umweltverband leistete ich sachpolitische Arbeit. Kampagnen, Petitionen und Initiativen, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Stellungnahmen und taffe Auseinandersetzungen mit öffentlichen wie auch privaten Bauherrschaften bis hin zu Rechtsfällen, gehörten zu meinem Tagesgeschäft. So bin ich mit der Art der Arbeit vertraut, die mich bei eurer Gewerkschaft erwartet. Ich ersetze Umweltrecht durch Arbeitsrecht und klemme mich genauso intensiv dahinter, wie ich es einfach muss, wenn ich von der Notwendigkeit der Arbeit überzeugt bin. Und daran habe ich keinen Zweifel.
Die letzten drei Jahre arbeitete ich hauptsächlich als Chefredaktorin von zwei Fachpublikationen. Für Oekoskop, die Fachzeitschrift der NGO Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) mache ich dies weiterhin im Nebenjob. Ursprünglich habe ich Geografie, Botanik und Ethnologie studiert. Davon geblieben sind breites naturwissenschaftliches und gesellschaftliches Interesse, die Freude an steinigen Bergwanderungen und üppig blühenden Magerwiesen. Wohnen tue ich allerdings im überdüngten Flachland, ich lebe mit meinem Mann in Solothurn. Zwei unserer drei erwachsenen Töchter sind Pflegefachfrauen im Kanton Bern, die eine FH auf einer IMC, die andere machte gerade ihren Lehrabschluss als FaGe mit Fokus Psychiatrie. Die dritte arbeitet als Sozialpädagogin in Zürich.
Im Juni konnte ich schon an ersten Verbandssitzungen und -anlässen teilnehmen und Roland Brunner an seine letzten / meine ersten Treffen mit Spital-HRs begleiten. Ich hörte die grosse Wertschätzung gegenüber seiner langjährigen Arbeit und sah den Eindruck, den er – dossierfest und unerschrocken – macht. Gut trage ich Schuhgrösse 41 in Form klobiger Modelle, so versinken meine Füsse nicht in den Abdrücken, die er nach zehn Jahren hinterlässt.
Ich freue mich darauf, in engagierter Zusammenarbeit mit dem Vorstand, den Kolleginnen und euch allen eure Rechte sowie gerechte Bedingungen und Löhne für eure Arbeit durchzusetzen, Praktika inbegriffen. Wertschätzung darf schon klatschen – in allen euren Arbeitsbereichen –, sie muss aber auch klingeln. Und es gehört gesagt, wem die öffentliche Klatsche gilt, solange dem noch immer nicht so ist.
Bis bald also!
Stephanie Fuchs
