Die gut besuchte VPOD-Versammlung hat die ausstehende Einigung in der Frage der Zulagen zwischen Schutz & Rettung (SRZ) und dem VPOD intensiv diskutiert und beschlossen, mit dem Stadtrat in Verhandlungen zu treten. Bis zu den Sommerferien müssen Ergebnisse her, sonst kann es in der Stadt Zürich zu einem heissen Sommer kommen.
Auslöser der Unstimmigkeit ist die Infragestellung der Schichtpauschale der Berufsfeuerwehr, wie sie seit 1991 besteht und vom damaligen Stadtrat festgelegt wurde. Die Situation bei der Berufsfeuerwehr ist speziell, weil sie als einzige Berufsgruppe in 24-Stunden-Schichten arbeitet und dabei auf eine Wochenarbeitszeit von 53,5 Stunden kommt. Berufsfeuerwehrleute leisten pro Jahr im Schnitt 96 Schichten, wobei 336 Stunden auf einen Sonntag und 980 Stunden in die Nacht fallen (STRB. 2055/1991). Die Arbeitsschicht setzt sich der Arbeitszeit und dem Bereitschaftsdienst mit Ruhemöglichkeit zusammen.
Die Zulagen für Nacht- und Sonntagsarbeit sind für die Feuerwehrleute (Funktionsstufe 6 und 7) ein substanzieller Lohnbestandteil und belaufen sich heute auf rund Fr. 617.- pro Monat. Sie sind seit 1991 nur durch den Anstieg der Jahresteuerung angewachsen, die damalige Anpassung hatte der Stadtrat mit dem Anstieg der Einsätze und weiteren Gründen begründet.
Die Berufsfeuerwehrleute fordern eine angemessene, faire Entschädigung für Nacht- und Sonntagsarbeit und haben darum am 7. April beschlossen, eine signifikante Erhöhung der Schichtpauschale einzufordern sowie den Stadtrat zu Verhandlungen aufzurufen. Die Delegation der VPOD-Versammlung besteht aus neun Mitgliedern der Berufsfeuerwehr sowie einem Vertreter des Regionalsekretariats.
