Seit mehreren Jahren führt der VPOD Region Zürich einen Dialog mit dem Volksschulamt des Kantons Zürich (VSA) und dem Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich (SSD). Das Thema: Hitzeschutz an Schulen. Die Realität in vielen Klassenzimmern ist bekannt: Temperaturen von 35 Grad und mehr, keine Ventilatoren, keine Wasserspender, nicht isolierte und ungeschützte Fenster, die die Hitze ungefiltert ins Innere lassen. Lehrpersonen und Schüler:innen tragen die Folgen: Konzentrationsprobleme, Erschöpfung, gesundheitliche Risiken – besonders für Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen.
Erst vor wenigen Tagen hat das VSA eine Informationsmitteilung an die Schulleitungen verschickt. Ein erster Schritt aber einer, der weit hinter dem zurückbleibt, was nötig wäre. Es fehlen verbindliche Temperaturgrenzwerte, klare Prozesse für den Umgang mit Hitzesituationen und eine rechtliche Absicherung für Lehrpersonen, die bei gesundheitsgefährdenden Bedingungen die Arbeit unterbrechen wollen. Unverbindliche Empfehlungen schützen niemanden.
VPOD fordert: Jetzt handeln!
Der VPOD Region Zürich hat deshalb einen konkreten Forderungskatalog erarbeitet: verbindliche Richtlinien mit Grenzwerten direkt gemessen im Klassenzimmer, Ventilatoren und Wasserspender in allen Räumen, Thermometer und CO₂-Sensoren als Pflichtausstattung, Anpassung der Schulzeiten bei Hitzewellen, und ausdrücklicher Schutz für vulnerable Gruppen. Das Recht, bei gefährlichen Bedingungen die Arbeit niederzulegen, muss explizit verankert werden.
Lehrpersonen können jetzt handeln: Temperaturen dokumentieren, Probleme schriftlich der Schulleitung melden, das Thema ins Kollegium tragen. Das vollständige Infoblatt mit allen Forderungen und konkreten Handlungsempfehlungen steht zum Download bereit.
