Stadtrat Baumer erhält 1058 VBZ-Unterschriften

Von: Stephanie Fuchs, Regionalsekretärin

Petition: Angestellte der VBZ fordern eine faire Vereinbarung mit dem Betrieb. Über 1000 Mitarbeitende unterschrieben vier Hauptforderungen und überreichten sie heute dem zuständigen Departementsvorsteher Michael Baumer.

Ausgerechnet der Co-Präsident der VPOD VBZ Gruppe fehlt auf dem Bild. Wegen Personalmangel wurde er im Dienst nicht abgelöst. VBZ@VPOD

Die VBZ-Direktion hatte bisher kein Gehör für die Anliegen ihrer Belegschaft. Die von der VPOD-Gruppe im VBZ lancierte Petition an Stadtrat Baumer, Vorsteher des Departementes für Industrielle Betriebe (DIB), soll dies ändern. Die Unterzeichnenden erwarten bis Ende August 2026 eine konstruktive Antwort und die Aussicht auf bessere Arbeitsbedingungen.

Vier Hauptforderungen

Die VBZ-Trampilot:innen, Busfahrer:innen, Instandhalter:innen, Mitarbeitende des Ereignismanagements sowie weitere VBZ-Angestellte im Schichtbetrieb fordern:

  • Maximal 90 Minuten Pause bei den unbeliebten geteilten Diensten. Längere Unterbrüche zwischen den Dienstteilen sind kaum nutzbar. Die resultierende Präsenzzeit von 12–14 Stunden geht auf Kosten von Erholung und Privatleben.
  • Transparenz für alle Mitarbeitenden während der Verhandlungen für eine neue Betriebliche Vereinbarung.
  • Teilnahme der VBZ am Zürcher Pilotprojekt «35h-Woche». Im stressigen Stadtverkehr ist die Verkürzung der Wochenarbeitszeit für den Gesundheitsschutz des Personals und die Sicherheit der Fahrgäste dringend.
  • Keine Gratis-Arbeit! Die Zeitpauschalen für bestimmte Arbeiten sind viel zu knapp bemessen. Das VBZ-Personal will seine effektiv geleistete Arbeit bezahlt erhalten.

Folgt die VBZ-Vereinbarung dem Rahmen-GAV in den Schredder?

Im September 2025 kündigten die Gewerkschaften den Rahmen-GAV per Ende 2025, weil der Zürcher Regierungsrat und der Zürcher Verkehrsverbund ZVV diesen nicht anerkannten. Die Mitarbeitenden des Nahverkehrs schredderten das bedeutungslose Papier an ihrem Aktionstag «Respäkt fürs ÖV-Personal». Für die Angestellten der VBZ blieb parallel die betriebliche Vereinbarung bestehen, die nun neu verhandelt werden soll. Die im VPOD organisierten Mitarbeitenden streben für Schichtarbeit nach wie vor die 35-Stunden-Woche an. Ohne substanzielle Verbesserung der Vereinbarung sehen sie nach dem Wegfall des Rahmen-GAV keinen Grund, diese fortzusetzen und damit die Friedenspflicht zu wahren. Die Vereinbarung könnte frühestens auf Ende 2027 gekündigt werden.

Unterstützung aus dem Zürcher Gemeinderat

Noch während der Petitionsübergabe kamen Solidaritätsunterschriften von Zürcher Gemeinderät:innen dazu und eine Fraktionserklärung unterstützt die legitimen Anliegen des VBZ-Personals.


Downloads
08.07.2026 Medienmitteilung Übergabe VPOD-VBZ-Petition für bessere Arbeitsbedingungen PDF (205.3 kB)
Downloads
08.07.2026 Fraktionserklärung bessere Arbeitsbedingungen VBZ-Fahrdienst_SP-Grüne-AL PDF (140.8 kB)

Galerie: VBZ-Petition, Übergabe