Der Protest «Ganzer Teuerungsausgleich für ganze Arbeit!» ist in der Politik angekommen. Vier Parlamentarische Initiativen im Kantonsrat verlangen, dass du als Angestellte:r eines der vier Kantonsspitäler die gleiche Teuerungszulage erhältst, wie das Kantonspersonal. Nämlich den vollen Teuerungsausgleich.
Am 2. und 3. April 2025 hatten wir den vier Betrieben je einen Anti-Award mit der bis dahin gesammelten Unterschriftenzahl (natürlich ohne die Namen der Unterzeichnenden) überreicht. Und die Frage, wann sie ihren Entscheid korrigieren. Die Antworten waren ernüchternd: Bei allem Verständnis würden die finanziellen Mittel dafür fehlen etc. etc. Aber: Das Betriebsrisiko ist Sache des Arbeitgebers. Nicht du musst mit Lohneinbussen seine Finanzlöcher stopfen.
Unterschriftensammlung noch offen
Seit die Medien über die Parlamentarischen Initiativen berichteten, gehen hier wieder vermehrt Unterschriften ein. Und tatsächlich muss der Protest von dir und deinen Kolleg:innen weitergehen, sonst geht ihr auch 2026 leer aus.
Was bisher geschah
Die Spitalräte von KSW, PUK und ipw haben Ende 2024 beschlossen, euch Mitarbeiter:innen 2025 keine Teuerungszulage zu bezahlen. Das USZ gleicht mit 0.5% nur knapp die Hälfte der effektiven Teuerung (1.1%) aus. Von den vorgesehenen individuellen Lohnmassnahmen werden nur wenige profitieren. Diese Trostpflästerli für Einzelne sind kein Ersatz für den vollen Teuerungsausgleich, der wenigstens die Kaufkraft der aktuellen Löhne für alle sichern würde. Ohne vollen Teuerungsausgleich verliert dein Lohn an Wert.
Die Spitäler beklagen den Fachkräftemangel in allen Berufsgruppen. Zugleich verschlechtern sie eure Arbeitsbedingungen. Seit Anfang 2023 summiert sich der Rückstand bei der Teuerungszulage gegenüber jener beim Kanton auf 2.2% an der PUK und ipw, 2.1% am KSW und 1.6% am USZ. Damit verschärfen die Betriebe selbst den Personalnotstand. Ihr seid nicht verantwortlich für negative Betriebszahlen! Im Gegenteil: Indem ihr euren Betrieben die Treue hält, bewahrt ihr sie vor noch höheren Kosten für ständige Rekrutierungen und Temporäreinsätze.
VPOD ZH, SBK ZH/GL/SH, Physioswiss RV ZH-GL und SHV ZH/SH fordern gemeinsam mit euch von den vier Spitalräten und der Gesundheitsdirektion mindestens den vollen Teuerungsausgleich von 1.1%, wie der Kanton ihnen seinen Angestellten gewährt. Genau das verlangen nun auch die Parlamentarischen Initiativen auf gesetzlichem Weg.
Deiner Unterschrift unterstützt den weiteren Prozess. Lade deine Kolleg:innen aller Berufsgruppen ein, es auch zu tun. (Unten steht auch eine Print-Version für den Download zur Verfügung.) Inzwischen sind über 2400 Unterschriften zusammenkommen. Das ist schön. Aber da liegt weit mehr drin, damit die Arbeitgeber uns ernst nehmen. Ihr seid viele. Nämlich rund 17 200 Mitarbeiter:innen in den vier Kantonsspitälern
Das Ziel?
Den vollen Teuerungsausgleich von 1.1% für 2025. Und Nachzahlungen aus Rückständen beim Teuerungsausgleich 2023 und 2024.




