VPOD interveniert beim Kantonsspital Winterthur KSW

Abstimmungspropaganda in der Personalzeitung 37°

Brief an KSW:

In der Zeitung für die Mitarbeitenden 37° Nr. 10 (Oktober 2015) veröffentlichen Sie auf den Seiten 6 und 7 ein langes Interview mit Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger. Dieser nimmt darin offen Stellung für eine Privatisierung des KSW (Umwandlung in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft).

Der VPOD protestiert in aller Form gegen diese einseitige Propaganda in eigener Sache. Es kann nicht angehen, dass in der Personalzeitung im Vorfeld von politischen Abstimmungen Positionen vertreten werden, die umstritten sind und zu denen sich das Personal unabhängig eine Meinung bilden können muss.

Der VPOD verlangt in der nächsten Ausgabe von 37° eine Gegendarstellung in Form eines Inter­views mit einer Person, die bei dieser Vorlage die Gegenposition vertritt. Wir würden dafür den Winterthurer Kantonsrat Andi Dauru vorschlagen, der sich im Rahmen der Vernehmlassung und als Mitglied der kantonsrätlichen Kommission KSSG klar gegen diese Vorlage ausgesprochen hat. Für ihn spricht auch, dass er als Präsident der VPOD-Sektion Zürich Kanton die Interessen des Personals kennt und vertritt.

Nach Erscheinen dieses Artikels verlangt der VPOD vom KSW Stillschweigen in eigener Sache. Anderenfalls werden wir mit einer Aufsichtsbeschwerde einfordern, dass sich das KSW aus dem Abstimmungskampf herauszuhalten hat.

Im Hinblick auf eine eventuelle Abstimmung ist des Weiteren zu prüfen, wie das Personal und die Öffentlichkeit informiert werden. Spitaldirektion und Spitalrat haben sich klar einer einseitigen Stellungnahme zu enthalten und sicherzustellen, dass im KSW selber eine ausgewogene Meinungsbildung möglich ist. Falls Publikationen oder andere Kommunikationsformen im KSW selber eingesetzt werden, ist immer beiden Seiten das gleiche Recht und der gleiche Platz einzuräumen.

Wir bitten Sie um Ihre Stellungnahme.

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